Von der Achtlosigkeit

Viviane Elisabeth Fauville – eine Frau Mitte Vierzig, Mutter einer kleinen Tochter, geschieden von einem Mann, der sie mit ihrer jungen Kollegin betrogen und dann verlassen hat.
Sie war sich ihrer Selbst nie gewiss und selbst dieses bisschen Gewissheit ist nun dahin, dahin bis auf die Fähigkeit, sich um das basal Notwendige zu kümmern. Um das Notwendige für ihre Tochter, ihre kleine Tochter, die mit ihr so zufrieden ist, dass sie es kaum glauben kann. Manchmal erscheint es ihr, als wäre das Kind die Mutter.  
Sie hat einen Nervenzusammenbruch, doch niemand kümmert sich um sie, auch der Psychiater scheint vielmehr gelangweilt, provoziert sie, nimmt sie nicht ernst. Er ist so achtlos ihr gegenüber, ahnt wie die meisten nicht, was in ihr steckt, und dann ist er tot.
Der Leser wird von Julia Deck hineingezogen in die Beklemmung und Verzweiflung dieser Frau. Ein spannendes Buch, ein Krimi, der vor allem von der Achtlosigkeit handelt.

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