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Die Drei Fragezeichen auf dem Campus

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Justus Bob und Peter lösen ihren 175. Fall und die Fans des Detektiv-Trios werden mit einer Dreibändigen Ausgabe in Jubiläumslänge verwöhnt!

Die Drei Fragezeichen gehen endlich zur Uni. Allerdings nur zum „Schnuppern“ in den Sommerferien. Es gibt einiges zu entdecken und auch viel zu lachen: Justus wird mit einem Besserwisser konfrontiert, im Studenten-Wohnheim hängt der Haussegen schief und Peter landet aufgrund einer Verwechslung im Poesie-Kurs!

Hier entdeckt Peter ungeahnte Talente und der Leser lernt lachend einiges über moderne Dichtkunst. Allein wegen dieser Szenen lohnt es sich den Fall zu lesen.

Auch spannend wird es: Bobs Vater scheint ein dunkles Geheimnis zu haben, eine undurchsichtige Studentenverbindung stiftet Chaos und der Hausmeister der Uni hegt und pflegt seine geliebten Haustiere: Pfeilgiftfrösche.

Von der Auflösung im letzten Band war ich etwas enttäuscht. Sie war mir einfach etwas zu unrealistisch. Ansonsten aber habe ich die Bände gern gelesen und empfehle sie mit vier Pfoten.

4 pfoten

Der Täter ist immer der Lehrer

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Ich fand es schon immer ein wenig schade, dass bei den ewigen Schülern, den drei ??? noch nie ihr Schulalltag zum Thema wurde.

Anders ist das bei den ??? Kids. Hier werden die Fälle der noch jungen ??? erzählt. „Spuk in der Schule“ ist ein Sonderband mit schön gestalteten Aufgaben zum miträtseln. Und es ist wirklich ein erstklassiger Fall der alle Erwartungen an die drei Detektive in der Schule erfüllt.

Der unsympathische Aushilfslehrer Mr. Carter gibt allen Kindern ein dickes Paket Hausaufgaben für die Ferien. Und das Sportgelände der Schule schließt er ab!

Die drei ??? sind empört. Schon im Unterricht hatte Mr. Carter versucht die Jungen bloß zustellen. Natürlich war Justus ganz souverän geblieben. Aber soetwas sollte kein Lehrer tun.

Als dann auch noch Skinny Norris Peters neuen Fußball in den abgeschlossenen Platz kickt scheint die Freude über die Ferien vollends getrübt.

Aber ausgerechnet diese Gemeinheit bringt die Detektive auf die Fährte eines spannenden Falles.

Und dem gemeinen Mr. Carter schlagen sie noch dazu ein Schnippchen!

Eine fünfpfotige Leseempfehlung!

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Tatort Schrottplatz

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Die drei Fragezeichen stehen für spannende Fälle in der Geborgenheit der Seriengesetze, für Rätseln und Lachen, Entspannung und Bildung.

Was man in den vielen Fällen der Drei Fragezeichen alles gelernt hat, und sich ganz entspannt und mühelos merken konnte lässt sich kaum aufzählen. Von der römischen Zahl L (=50) über das künstliche Erzeugen von Angst bis hin zum Palimpsest und zur Wirkung halluzinogener Substanzen – In jeder Folge wird etwas Wissenswertes zum Bestandteil.

Die drei Jungdetektive wurden von dem amerikanischen (Drehbuch-)Autor Robert Arthur erdacht. 1964 wurde der erste Band veröffentlicht. Die Serie wurde in viele Sprachen übersetzt.  Seit 1993 wird die Serie von deutschen Autoren im Kosmos Verlag geschrieben und feiert so in diesem Jahr ihr 50 jähriges Jubiläum in Buchform.

Sowohl Kinder als auch Erwachsene können sich für die drei Fragezeichen begeistern.  Die liebenswerten Charaktere, die phantasievollen Orte und die spannenden Rätsel lassen diese Begeisterung immer wieder aufleben.

Schade ist, dass Mädchen in der Serie kaum eine Rolle spielen und die Figuren oftmals in schwarz oder weiß gezeichnet sind. Aber immer wieder gibt es wirklich beeindruckende Folgen in denen ernste Probleme behandelt werden. Wie etwa im Fall Stimmen aus dem Nichts die Themen psychische Krankheit, Psychotherapie und Alter behandelt werden, das ist schon von herausragender Qualität. Ab und zu gibt es, wie im Fall Singende Schlange auch mal ein starkes Mädchen. Und im Fall Das Erbe des Meisterdiebs wird ausgerechnet für Justus eine Straftat zum akzeptablen Mittel. Man darf also gespannt sein, wie sich die Serie weiterentwickelt und mit welchen Grautönen, Ideen und weiblichen Figuren die Autoren die Serie weiterdenken werden.

Gerade weil viele der späteren Titel für Kinder zu ernst sein könnten und die drei Fragezeichen langsam aber sicher ins Studentenalter entwachsen hat der Verlag mit der Reihe „Die drei Fragezeichen Kids“ neue Abenteuer der jungen drei Fragezeichen entwickelt.

Ein wenig Kindheitserinnerung und Nostalgie ist natürlich dabei, aber für mich sind die Drei ??? ein Klassiker der Jugendbuchliteratur. Toll ist es auch, dass die Abenteuer nach und nach in hochwertigen Hörspielproduktionen umgesetzt werden.

Die tollen Cover-Illustrationen von Aiga Rasch haben mich schon als Kind begeistert. Und auch heute noch werden die Bände im Stil der Illustratorin gestaltet.

Eine fünfpfotige Empfehlung für diese Serie. Wer neugierig geworden ist findet hier meine Rezension zu zwei weiteren Abenteuern der Drei Detektive. Und zum Jubiläum ist sogar wiedereinmal ein dreibändiges Abenteuer erschienen…

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Der vierte Detektiv

die-drei-fragezeichen_img190_1701x1203Captain Bücherwurm, Lord Superhirn und Iron Dietrich

Die drei Fragezeichen lösen immer wieder spannende Fälle.

Der Band Dämon der Rache war für mich von der Geschichte des Falles her ein eher durchschnittlicher Band. Was Spannung, Humor und Erzähldynamik angeht hat er mir aber sehr gut gefallen.

Ein Monster bedroht die abgelegen wohnende Mrs. Pembroke und ihren Neffen Luke Und was ist nur mit ihr los? Sie ist plötzlich völlig abwesend und Luke erkennt sie kaum wieder.

Ausgerechnet Peter bringt die Drei Detektive auf die Spur dieses gruseligen Falles, der so gar nicht nach seinem Geschmack ist.

Doch Captain Bücherwurm, Lord Superhirn und Iron Dietrich werden den Fall gewiss lösen.

Eine dreipfotige Leseempfehlung  an alle Detektivfans für diesen Band!

Der Band  Hotel der Diebe bekommt von mir sogar fünf Pfoten. Denn in diesem Band wird der Leser auf überzeugende Weise zum vierten Detektiv. 

Immer wieder kann der Leser entscheiden was die drei Detektive als nächstes tun sollen und an entsprechender Stelle lesen, was dadurch aus den Ermittlungen wird.

Ein bisschen Sportsgeist gehört schon dazu, denn es gibt einige tote Enden. Aber an vielen Stellen sind wirklich detektivische Entscheidungen zu lesen.

Und die Varianten des Falles sind so humorvoll und einfallsreich geschrieben, dass ich nicht müde wurde sie alle einmal zu verfolgen. Also: ein wirklich gelungener Band!

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Unsichtbar und trotzdem da

Drei Kinder lernen sich in Berlin kennen. Sie gehen zusammen ins Museum und machen eine unheimliche Entdeckung. Unsichtbar und trotzdem da – Diebe in der Nacht ist der Auftakt zu einer Detektivreihe, geschrieben von Boris Pfeiffer.

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Jenny, Addi und Ağan sind sympathische Figuren. Das Kennenlernen der Kinder, und auch die Herleitung ihres unheimlichen Falles sind glaubhaft und spannend erzählt.

Das Motto „Unsichtbar und trotzdem da“ stellt eine bedeutende Stärke von Kinderdetektiven in den Vordergrund: Kinder werden oft übersehen oder nicht ernstgenommen.

Jenny ist sportlich, gewitzt und kennt sich mit Verkleidungen aus. Addi hat reiche Eltern und einen Affen – ist aber dennoch ganz in Ordnung. Und Ağan ist phantasievoll und ein wenig altklug – und er hat eine Schwester bei der Polizei.

Dem Auftakt der Reihe gebe ich eine vierpfotige Leseempfehlung! Sie ist für Mädchen und Jungen geeignet. Ich bin gespannt wie es weiter geht!

4 pfoten

Drei Detektivinnen

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Es gibt in der Welt der Literatur eine Diskrepanz: Frauen und Mädchen lesen mehr als Jungen und Männer. Aber Helden und Autoren sind zahlreicher als Heldinnen und Autorinnen.

Dieser Diskrepanz wird oftmals damit begegnet, Frauenliteratur und Mädchenbücher zu veröffentlichen. Das ist an und für sich keine schlechte Sache, aber es ist problematisch, wenn Frauen und Mädchen sich in diesen Büchern in einer Rolle wiederfinden, in der Lesen, Wissen und Tätig-Sein lediglich Beiwerk sind. Beiwerk zur eigentlichen Rolle die darin besteht hübsch zu sein, weiblich zu sein und zu lieben.

Kurz gesagt: wenn Frauen und Mädchen vermittelt wird, dass sie eigentlich gar nicht zu lesen brauchen. Jedenfalls nichts Unweibliches, das eventuell auch Männern und Jungs gefallen könnte.

In der Reihe „Die drei !!!„, erschienen im Kosmos Verlag, schlüpfen nun drei Mädchen in Hauptrollen, die kein Junge langweilig finden würde. Sie sind Detektivinnen, die spannende Fälle lösen und sogar bei der Polizei hoch angesehen sind.

Die Reihe wurde in Anlehnung an die ursprünglich amerikanische Serie „Die drei ???“ (The three investigators) entwickelt, die ebenfalls im Kosmos Verlag erscheint. „Die drei !!!“ wurden in Deutschland entwickelt. Dies ermöglicht der Serie einige Vorzüge. Während bei den drei ??? vieles in Schwarz/Weiß gemalt wird, sind bei den !!! auch Grautöne und sozialkritische Überlegungen überzeugend eingebracht.

Die Handlung ist nach Deutschland verlegt, und die Fälle sind realistisch. Außerdem werden  im Privatleben der Mädchen wichtige Themen wie Schlaganfall, oder Patchwork -Familie angesprochen, statt wie des öfteren bei den ??? unrealistische alte Familienfehden bemüht.

ABER. Aber, aber, kaum ein Junge würde wohl ein Buch über die drei Detektivinnen zur Hand nehmen. Dafür dürften schon die „mädchenhaften“ Cover, oft rosa oder mindestens quietschbunt gestaltet, sorgen. (Bei den ??? verspricht das schlichte Schwarz mit unheimlicher Illustration dagegen sofort Spannung).

Am schlimmsten aber finde ich, dass in die DETEKTIVinnen Geschichten eine riesenportion LIEBESgeschichten hineingequetscht wurden. Natürlich auch hier mit sozialkritischem Touch – Liebe über die Schichten und Kulturen hinweg – aber vor allem schnulzig und kitschig! Es wird beschrieben wie der Wind dem Freund durch die süße Frisur streicht und seine Augen leuchten. Natürlich muss auch beim Ermitteln mal das Make-Up aufgefrischt werden. Und in beinahe jeder Unterhaltung werden Liebesprobleme zum Bestandteil.

Ja, diese Bücher werden vermutlich vielen Mädchen gefallen, die nun endlich mal ein Mädchen in spannender Rolle erleben können. Womöglich lesen sie auch über Formulierungen die mir in die Augen stechen hinweg. Aber sie werden auch gleichzeitig bestens auf sogenannte „Frauenliteratur“ vorbereitet. Mädchen können eben nicht ohne ihre Jungs, ohne die Liebe – das ist immer wieder die Botschaft. Und darunter leidet auch die Detektivgeschichte, die sich nun einmal den knappen Platz mit dem Geschnulze teilen muss.

Es ist wirklich schade, dass Bücher, Buchreihen, ja ganze Rubriken für „Die Mädchen“ produziert werden, anstatt einfach Bücher mit Heldinnen und von Autorinnen zu verlegen. Statt mehr Gleichberechtigung zu verwirklichen, werden hier Rollenbilder mit anderen Mitteln zementiert.

Ich kann die Reihe also nicht empfehlen, es sei denn, das betreffende Mädchen liest ohnehin am liebsten über die Liebe – dann wird hier immerhin zusätzlich Aktion und Intelligenz geboten.

Für alle anderen empfehle ich dagegen die Reihe „Unsichtbar und trotzdem da!„, ebenfalls aus dem Kosmos Verlag. Hier wird zwar eine Heldin von zwei Helden flankiert, aber es handelt sich um eine wirklich spannende Detektiv-Serie. Für starke Mädchen sei ansonsten auf Klassiker wie Pippi Langstrumpf Ronja Räubertochter oder Meggie Folchart aus Tintenherz verwiesen.

Trotz der zum Teil guten Ansätze bei den „Drei !!!“ vergebe ich leider nur eine Pfote und zwei Sterne.

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Naturkunde für Kinder

welcherbaumKinder sind liebend gerne draußen. Und sie stellen liebend gerne Fragen. Die Lieblingsfrage ist „Warum?“ aber auch „Was ist das?“ ist beliebt. Schön ist es, wenn man da nicht nur Antworten, sondern auch ein paar spannende Geschichten und Anregungen parat hat.

Das Büchlein „Mein erstes – Welcher Baum ist das?“ steht in der Tradition klassischer Bestimmungsbücher, ist aber ganz auf Kinder (und Eltern) ausgerichtet. Es umfasst die wichtigsten heimischen Bäume und Büsche, die anhand ihrer Blätter leicht bestimmt werden können. Die Zeichnungen der Blätter und Früchte sind auf hohem Niveau. Die Bäume selbst sind nicht abgebildet, jedoch wird ihre Höhe durch ein leicht verständliches Zeichen angezeigt.

Besonders spannend für Kinder sind die zusätzlichen Rubriken im Buch, die als Notizen bei den jeweiligen Pflanzen angefügt sind. Unter der Rubrik „Wichtig zu wissen“ finden sich  Warnungen vor giftigen Pflanzenteilen und spannende Informationen. Warum werden manche Bäume beschnitten, was haben Bäume mit Schießpulver zu tun, warum werden die Blätter im Herbst gelb und rot? Die Rubrik „Erstaunlich“ berichtet von Superlativen der Natur. Die höchsten Wurzeln, der dickste Stamm, das höchste Alter oder ein besonders raffinierter Weg der Verbreitung von Samen.

Besonders gelungen ist die Rubrik „Mach mit!“. Hier finden sich Anregungen erstaunliche Zusammenhänge selbst zu entdecken. Werfen mit Schraubenfliegern, Bäume ertasten, Rinde durchpausen oder sogar einen kleinen Baum pflanzen – das macht Kindern Spaß.

Ich empfehle das Buch allen Eltern die mit wissbegierigem Nachwuchs unter Bäumen gehen mit vier Pfoten.

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