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Killer@Romance

thekiller

Yorukumo ist ein junger, gutaussehender, großer Mann. Er wurde als Kind von einem gnadenlosen Verbrecher zu medizinischen Experimenten verkauft, hat diese überlebt und wird nun von ihm als Killer eingesetzt. Er ist ohne Bildung und menschliche Nähe aufgewachsen. Entsprechend gefühlskalt begeht er die Morde.

Kiyoko arbeitet in einem Restaurant. Sie traut sich aber auch in die düstersten Ecken der Gesellschaft und ist sehr beliebt. Sie soll Yorukumo mit essen versorgen und ist von ihm beeindruckt.

So weit, so vorhersehbar scheint mir die Haupthandlung der Mangaserie Yorukumo. Es klingt nach einer Mischung aus „Die Schöne und das Biest“ und „Aschenputtel“.

Der Manga spielt allerdings in einer dystopischen Gesellschaft die durch die Begegnung der beiden jungen Erwachsenen „beginnt… auseinanderbrechen“ (Klappentext Band 1). Hier also kann es spannend werden, denn Kiyoko kann viel über die Abgründe ihrer Welt dazulernen. Und das kalte Biest, das sein Herz entdeckt erweist sich allzuoft (King Kong, Frankensteins Monster) als hochgefährlich.

Fans von Splatter und düsteren Bildern, die eine gute Liebesgeschichte schätzen werden die Serie mögen.

Mir selbst waren die Nebencharacktere zu stereotyp und die Gewalt, mit all ihrer Grausamkeit, zu belanglos. Sie soll eine Aussage zum Zustand der Beschriebenen Gesellschaft und des (Anti)Helden sein. Und sie soll durch düstere Ästhetik beeindrucken. Für mich wirkt sie aufgesetzt und unnötig.

Fiktion über die Gewalttätigkeit der Menschen zu schreiben ist keine einfache Sache. Zum einen, weil in der Realität so ziemlich alles was man sich da ausdenken kann schon so, ähnlich oder schlimmer praktiziert wurde. Zum anderen, weil man allzuleicht ebendiese Gewalttätigkeit durch Ästhetisierung überhöht.

Ein gut gezeichneter, düsterer Manga also, der bei mir weder Herz noch Kopf gewinnen konnte. Für mich ein absoluter Fehlgriff.

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Schwarzweiß

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Die Welt ist nicht Schwarzweiß . Auch Regina Bogner, Ärztin im Maßregelvollzug hat ihre Geheimnisse und Abgründe. Sie ist eine starke Frau und das reizt ihren neuen Patienten Niklas Rösch sie herauszufordern. Als ihm die Flucht gelingt, bedroht er Regina und ihre Tochter.

Antonia Fennek hat einen spannenden Thriller geschrieben, den man nicht aus der Hand legen will. Ihre Figuren sind glaubwürdig und den Alltag in der Arbeit mit psychisch Kranken Straftätern beschreibt sie überzeugend. Sie selbst hat in der Forensischen Psychiatrie gearbeitet.

Der spannende Thriller ist der Auftakt zu einer Serie.

Eine vierpfotige Leseempfehlung!

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Auslöschung

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Es beginnt in einer geheimnisvollen, abgeschotteten Region. Vier Wissenschaftlerinnen begeben sich in diese Area X um es zu untersuchen.

Was genau hier geschieht, wie lange und ob es sich weiter über die Welt ausbreiten wird, wissen sie nicht.

Von ihren Auftraggebern belogen und manipuliert begeben sie sich in eine unheimliche Wildnis. Hier wird alles menschliche verschlungen. Und doch scheint in manchen Tieren etwas menschliches gefangen zu sein. In den perfekt scheinenden Ökosystemen blitzt immer wieder Schmerz und Grausamkeit auf. Doch kommen sie von den Menschen die in Area X verschwanden oder von der geheimnisvollen Macht die alles innerhalb ihrer Grenzen aufhebt?

Auslöschung von Jeff Vandermeer beschreibt eine große Entgrenzung. Das wir innerhalb unseres Ökosystems Erde stehen, haben wir erkannt. Doch sehen wir uns vor allem als Individuen.

Die Auflösung dieser Individualität durch gesellschaftliche oder biologische Abläufe die wir nicht beeinflussen können, durch Manipulationen die wir nur manchmal durchschauen, durch unsere Ängste und Reaktionen, durch die Überschreitung der Grenze dessen, was wir ertragen können – all diese Prozesse, diese Bedrohungen des Ichs sind in Auslöschung thematisiert.

Jeff Vandermeer schreibt auf hohem literarischen Niveau über die drängenden Fragen unserer Zeit. Er tut dies so spannend, dass das Buch kaum aus der Hand gelegt werden kann. Es ist auch für Jugendliche empfehlenswert. Fünf Pfoten für Auslöschung, erschienen im Kunstmann Verlag.

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