Frühlingswind

Eine Beziehung ist oft hundertmal starrsinniger als der starsinnigste Charakter.  Der Andere, der einem zugehörig ist, scheint hundertfach bekannt, die Begegnung mit ihm wie ein Spiel, das immer wieder in die Gleiche Richtung schwingt, an den gleichen Grenzen scheitert, ins Leere läuft und erstarrt. Die Blicke und Gesten, die Ansichten des Anderen beleuchten gewisse Aspekte besonders grell, während andere daneben im Schatten verschwinden.
Auch wenn die Treue nicht gehalten wird, so bleibt sich das Bild des altbekannten Partners gleich.
Hiromi Kawakami beschreibt in ihrem wunderbaren Roman „Bis nächstes Jahr im Frühling“ eine Beziehung am Ende.
Doch dieses Ende, ein aufgeflogener Seitensprung, ist erst der Anfang.
Es ist der Anfang einer Selbsterkundung die sich von der vormals so festgefügten Rolle und ihrem Alltag löst. In dieser Erkundung, diesem frischen Blick, wandelt sich die ganze Welt.
Noyuri lässt sich Zeit mit ihrer Entscheidung,  Zeit sie selbst zu werden. Und niemand kann wissen, was dann geschieht.
Eine fünfpfotige Leseempfehlung für dieses spannende, klar geschriebene Buch!!!

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